Pro-Cat vs. Skyrock

10.07.2015 - von Robin Dörr - 

Als mir Carsten seine neuen Prototypen von Ruten in die Hand gedrückt hat, war ich zugegebenermaßen zuerst sehr skeptisch was ich mit diesen langen „Stecken“ jetzt anfangen soll. Zumal ich mit meinen Pro Cat mehr als zufrieden war und auch immer noch bin.
Wie einigen von euch vielleicht bereits bekannt ist, arbeite ich als hauptberufliche Guide in Spanien und habe den Waller derzeit in den Mittelpunkt meines Lebens gestellt. Ich fische jeden Tag - meist mit Gästen. Sobald ich etwas Leerlauf habe, mache ich mich auf den Weg um neue aussichtsreiche Gewässerabschnitte zu erkunden. Die Anzahl der durchschnittlichen Angeltage geht bereits auf die 300 im Jahr zu. Carsten hat mich auch um meine Meinung als Guide gebeten, bevor die Teile ab September 2016 für jedermann im Handel zu beziehen sind. Hier habt Ihr sie:

Die Zukunftsmusik hier in Spanien und auch in allen anderen Wallerhochburgen in Europa ist ganz klar. Langfristig wird wohl überall der lebende Köderfisch verboten werden und was noch viel gravierender ist, is das Verbot für die Nutzung von Booten mit Motorantrieb in vielen Gewässerabschnitten. Demzufolge ist immer mehr ein Umdenken gefordert will man seine Fischerei noch weiterhin praktikabel betreiben. Lärmende 7m-Boote mit 100 PS sind out, es lebe die Flexibilität! Nun, wie schaut die Ist-Situation in vielen Gegenden bereits aus? Wenn man ein Boot benutzt, so sollte dies beim Auslegen der Ruten belassen werden - mein Wegbegleiter ist ein Kanu. Fertig. Die meisten unserer Fische werden von Ufer gedrillt, dafür braucht man mehr Power in der Rute um den Fisch in der Strömung halten zu können. Zudem braucht man eine etwas längere Rute bei der die Symbiose aus Hebel und Länge noch stimmt um den Fisch sicher am Ufer landen zu können.

Die Skyrock erfüllt für mich persönlich diese Anforderungen optimal. Mit einer "Überlänge" von 30 cm im Vergleich zur normalen Pro-Cat hat man in vielen Situationen einen entscheidenden Vorteil beim Abspannen auf weitere Distanzen. Mit den 100g mehr an Wurfgewicht hat sie die nötige Steifigkeit um auch dicke Schnüre auf weite Entfernung zu spannen ohne dass die Rute gleich einen 90 Grad Bogen im Rutenhalter macht. Von der "Griffigkeit" her ändert sich für euch im Vergleich zur Pro-Cat rein gar nichts, das gute Feeling bleibt das Selbe – auch die Endkappe. Ich war bei den ersten Fischen sehr erstaunt über die Aktionsfreude der Rute auch bei mittleren Fischen. Wer den Drillspass eine Pro-Cat zu schätzen weiß, muss sich auch hier nicht umstellen. Daumen hoch für den erhaltenen Drillspass!

Bei mir im Guidingbetrieb wird das Gerät zwangsläufig etwas mehr gequält. Eine große Verbesserung hat es daher meiner Meinung nach bei der Robustheit der Rutenringe gegeben. Auch ich als Guide habe mein Auge für die Schönheit einer Rute nicht verloren – ist ja irgendwo auch Teil unserer Passion und jeder geht mit seinen neu erstanden Lieblingen besonders vorsichtig um. Ich gehe jedoch jeden Tag ans Wasser und belade mein Auto manchmal 4-5 Mal am Tag, wenn ich neue Plätze ausmache. Da muss es schnell gehen und die Ruten finden manchmal nur den rauen Weg ins Auto. Hierbei kann ich keine Ringe gebrauchen, die leicht verbiegen. An der neuen Skyrock werden robuste 6-Steg Ringe mit Alu-Oxid Einlagen von den renommierten Hersteller Sea-Guide verbaut. An Stabilität sind diese Modelle kaum zu überbieten.
Wer gerne mit Multirollen 
fischt hat mit 12+1 Ringen ohne Probleme die Möglichkeit dazu.

Ich habe in der Zwischenzeit bereits dutzende großer Waller mit diesen Arbeitsgeräten sicher
gelandet und kann besten Gewissens meine Empfehlung für diese Neuentwicklung aussprechen!

Bis die Tage,
Euer Robin – www.ebro-waller.com