Back in Action

03.05.2014 - von Carsten Zeck - 

Die Tour, um die es in diesem Bericht geht, war für mich etwas ganz besonderes. Nicht, weil wir zum Teil neue Wege gegangen sind. Auch nicht, weil es der erste längere Trip in diesem Jahr für mich war. Nein, sie war so besonders, weil es die erste Tour nach unserem Verkaufsstart war. Wie haben mich diese blöden Sprüche à la „Du kommst in Zukunft sowieso nicht mehr häufig ans Wasser“ doch so aufgeregt. Dachten die Leute wirklich, dass ich Zeck Fishing aufgezogen habe, um selbst mit dem Welsfischen aufzuhören? Klar steckt enorm viel Arbeit in der Firma und es wird auch immer wieder Wochen geben, in denen ich mehr als 80 Stunden arbeiten muss, ohne auch nur einmal Wasser zu sehen. Aber eines kann ich euch versprechen: 50 bis 100 Tage werde ich in jedem Jahr an den Gewässern unterwegs sein, um unseren schleimigen Freunden nachzustellen. Auch in diesem Jahr ist wieder enorm viel geplant. Wäre auch schlimm wenn nicht, schließlich unterscheiden wir uns von anderen Firmen ja in erste Linie darin, dass wir wirklich praxisnahe Produktentwicklung betreiben und nicht nur damit werben.

Ich sitze heute Morgen, am 03.05.2014, übrigens in einem Hotel in der schönen Steiermark und tippe diese Zeilen in meinen Laptop. In einer Stunde muss ich das letzte Mal in diesem Frühjahr eine Hausmesse besuchen. Die diesjährige Messesaison war wirklich sehr anstrengend. Fast 40.000 Kilometer habe ich dafür „abgespult“. Ab jetzt haben längere Fahrten bei mir aber fast immer was mit Angeln zu tun. Und das ist auch gut so! Ich kann euch versprechen, dass ihr ab sofort auch anglerisch wieder einiges von mir hören werdet. Da es in dem Zeck Fishing Vorbereitungsjahr 2013 leider keine DVD von mir gab, die Nachfrage aber riesig war, habe ich außerdem weitere gute Nachrichten für euch: Es wir demnächst wieder längere Filme von mir geben. Starten möchten wir mit einer Scheibe über das Ansitzangeln am Fluss. Einen Namen für den Film gibt es noch nicht, dafür haben wir aber bereits die ersten Szenen im Kasten. Und die haben wir während diesem Trip gedreht. Jetzt aber zuerst mal ein paar Zeilen zur Session…

Da in Frankreich die Kontrollen immer heftiger werden und durch die Hecht- und Zanderschonzeit bis zum Mai auch beim Welsangeln keine Köderfische eingesetzt werden dürfen, traf ich die Entscheidung, zusammen mit Kumpel Marcel, nach Spanien aufzubrechen. Ziel war die Fishing Lodge Matarrana, die von Andy Rotter betrieben wird. Mein Freund Armin Kuhn nimmt gerne Anfragen entgegen. Hier geht es zur Homepage: http://fishing-lodge-matarrana.com/de/

Selten bin ich herzlicher empfangen worden, als in diesem kleinen, aber feinen Camp, das innerhalb eines sehr gepflegten Campingplatzes liegt. Die Boote befinden sich in einem top Zustand und neben ordentlichen Echoloten, E-Motoren und Co. bekommt man dort (gerade für Waller-Anfänger interessant) wirklich all das, was an Gerät zum Angeln benötigt wird. Ab sofort übrigens auch die Pro-Cat als Leihrute. Guide Robin konnte damit kurz nach unserer Abreise bereits einige schöne Fische überlisten und ist absolut begeistert. Funktionales Arbeitsgerät halt - genau das richtige für ein Camp. Wenn man sich im Katalonien aufhält (dieser Bereich des Riba Roja Sees ist nur wenige Bootsminuten vom Camp entfernt) darf man übrigens sogar offiziell nachts und mit Köderfischen angeln – das gibt es sonst nirgendwo in Spanien. Also selbst 100% gesetzestreue Angler sind in der Fishing Lodge Matarrana gut aufgehoben.

Nach der Ankunft mitten in der Nacht, legten wir uns zuerst mal ein wenig hin. Ein paar Stunden später ging es aber sofort nach draußen. Nachdem es anfangs nicht wirklich gut lief, wurden wir am dritten Tag endlich Herr über die Lage und nun waren die Pro-Cat‘s häufiger krumm als gerade:-). Ein Fisch nach dem anderen kam zum Vorschein und auch die Größen stimmten.

Marcel war das erste Mal in Spanien. Da wir schon zwei Jahre lang, nicht mehr zusammen unterwegs waren, gab es reichlich Gesprächsstoff. Unvergessen wird auch mein kleiner „Fauxpas“ bleiben. Ich vergaß nämlich ein Feuerzeug mitzunehmen, als wir uns ein wenig tiefer in die Wildnis verzogen. Aus unserer großen Fresskiste gab es dann zuerst mal einige Tage nur kalte Küche. Irgendwann beschloss ich dann, mich auf den Weg zu machen, um solch ein Wunderwerkzeug der modernen Menschheit zu besorgen. Jetzt weiß ich auch, was Feuerzeug auf Spanisch heißt: Mechero:-).

Die Aufnahmen, die wir mit der Kamera einfingen, sind wirklich gut geworden. Mittlerweile habe ich mich im Bereich der Spiegelreflexfilmerei gehörig weiterentwickelt. Ich denke, dass wird man auch später auf der DVD sehen. In diesem Teil des Filmes ging es hauptsächlich um das Abspannen. Die Kamerakkus wurden andauernd beansprucht. Zum Glück hatten wir ausreichend „Saft“ in Form einer größeren Batterie dabei.

Der letzte Fisch, den wir fangen konnten, war nochmal ein richtiges kleines „Bömbchen“. Unser Gerät darf sich auf jeden Fall nicht beschweren, dass es zu wenig Arbeit bekam. Einzig und allein die V-Stick wurde nicht krumm. Das Vertikalangeln am letzten Tag brachte nämlich keinen Fisch hervor. Aber es kann ja nicht immer klappen. Mit 19 Welsen, die wir in der Woche fingen, dürfen wir uns absolut nicht beschweren. Durch gezieltes Anfischen von spezielle Plätzen war auch die Durchschnittsgröße mehr als vorzeigbar.

Eines ist sicher – in diesem Jahr geht es nochmals mindestens für eine Woche nach Spanien. Dann aber mit der Spinnrute im Gepäck;-).


Euer Carsten