Juni-Session an der Rhône

30.07.2013 - von Isabelle Groynne - 
(vom Französischen ins Deutsche übersetzt durch Carsten Zeck)


Wir trafen Carsten in der Nähe von Nancy, wo er uns die neuen Muster der Zeck Fishing Vertikalruten überreichte. Natürlich wollten wir diese während unserer Session testen. Wir bekamen drei Muster mit Längen von 160cm (strong), 165cm (medium) und 170cm (light).

Als wir ankamen, hatte die Rhône eine Strömung von 2800m³/h, die Farbe war matschig und der Wind blies was das Zeug hielt. Die klimatischen Bedingungen waren wirklich grauenhaft. Das Angeln während der ersten drei Tage war alles andere als gut. Wir bekamen Probleme mit unserem Bootsmotor, welcher sogar zwei Tage komplett ausfiel. Während dieser Zeit fingen wir nur zwei Welse. Einer hatte aber immerhin eine Länge von 225cm und dazu noch eine außergewöhnliche Marmorierung.

Da wir die Region inzwischen sehr gut kennen, nutzten wir die Zeit außerdem, um uns einige Dinge außerhalb des Angelns anzuschauen und um Freunde zu besuchen.

Trotz des allgegenwärtigen Mistrals wurden die anglerischen Bedingungen besser. Wir bekamen immer mehr Echos, aber es war schwer, die optimale Drift zu bekommen und die Köder vernünftig zu führen. Immerhin fingen wir einen kleinen Wels, der unsere Stimmung wieder etwas aufheiterte. Seine Kollegen blieben lieber passiv auf dem Grund liegen.

An den darauffolgenden Tagen war keinerlei Anzeichen von Aktivität zu verzeichnen. Wir beobachteten die Karpfen, die gerade in den Uferbereichen am Laichen waren. Die Waller rührten sich weiterhin nicht und ließen sich auch nicht beim Klopfen in Bewegung versetzen. Egal welche Technik wir auch anwendeten – es funktionierte einfach nichts. Die Plätze wurden häufig gewechselt, jedoch war kein einziger Angler zu sehen.

Wir luden Matéo, ein Junge von 13 Jahren, ein, mit uns einen Tag lang zu angeln. Bis dahin kannte er nur das Forellenangeln. Matéo hatte Glück und konnte seinen ersten Wels fangen. Während des Drills fragte er uns, ob der Fisch wohl größer als er selbst sei… Ja, das war er: 193cm! Seine Freude über den Fang hat auch uns sehr berührt: Die Zukunft des Fischens liegt in den Händen dieser jungen Angler. Bevor wir den Tag beendeten, fingen wir auch noch einen zweiten Wels.

Der Pegel sank und wir bekamen immer mehr Vertrauen in unser Handeln. Irgendwann fingen die Fische an, wieder auf unsere Köder zu reagieren, was uns natürlich aufatmen ließ. Manche waren bereits verbissen. Das hieß, dass die Laichzeit begonnen hatte.

Der vorletzte Tag brach an. In Bezug auf die Ergebnisse, sollte es der beste der ganzen Session werden: Am Vormittag kamen sechs Fische an Bord und nach dem Mittagessen gesellten sich gleich zwei Prachtexemplare dazu: 222 und 215 Zentimeter innerhalb von 1,5 Stunden!

Am Tag vor unserer Abreise fischten wir mit zwei Freunden und luden den letzten Wels ein, uns kurz zu besuchen.

Diese Session war alles andere als einfach; sehr viel Geduld war gefragt. Weiterhin mussten wir ständig unsere Techniken verändern und immer das Wesentliche im Fokus behalten, um letztendlich doch noch zum Erfolg zu kommen. Zum Schluss konnten wir einige Welse auf der Habenseite verbuchen und drei davon sprengten sogar die 2m-Marke.

Zu den Testruten: Die Köder ließen sich mit ihnen sehr gut führen und die Ruten waren auch über einen längeren Zeitraum, durch das geringe Gewicht, angenehm zu fischen.
Die kräftigste Rute bietet außergewöhnliche Kraftreserven. Da sie alle einteilig sind, hat Blank eine wunderschöne, ununterbrochene Aktion. Man erhält eine sehr gute Köderkontrolle und spürt die Bisse sofort…am besten macht ihr euch durch die Drill-Videos von uns auf Carstens Youtube-Kanal (www.youtube.com/user/CarstenZeck) selbst ein Bild davon. Die Längen und das geringe Gewicht haben es uns wirklich angetan.

Viele Grüße
Isabelle und Philippe