Bonuswallis

10.07.2013 - Gästebericht von Carsten Dörr -

Sommer 2013; die zweite längere Karpfentour für dieses Jahr stand auf dem Plan und sollte uns in den Süden Frankreichs führen. Die Kampfkraft der französischen Flusskarpfen sollte auf die Probe gestellt werden. Nachdem wir uns bei Carsten einige Informationen bezüglich des Gewässers besorgt hatten, keimte die Idee, eine Wallerrute als Bonusrute für die „Verwertung des Beifanges“ mitzunehmen. Am 14. Juni ging es nach der Schicht sofort auf die Straße und die 1100 Kilometer wurden in Angriff genommen. Nach unentspannten zehn Stunden Fahrt erreichten wir unser Ziel und beluden die Boote.
Aufgrund des leicht erhöhten Pegels konnten wir den ersten geplanten Platz leider nicht befischen und entschlossen uns nach ca. 20 Minuten, vier Kilometer flussab zu fahren. Nachdem wir den Platz bezogen und die Karpfenruten gelegt hatten, folgte nach wenigen Minuten der erste Run und die Tour sollte mit einem Zwölf-Kilo- Karpfen eröffnet werden. Parallel wurde die leichte Spinnrute fertig gemacht, um die Döbel an den Stromschnellen zu ärgern. Nach etwa einer Stunde hatten wir drei Döbel und legten unsere Bonusrute aus. Fünf Bisse auf drei Köderfische von 13 bis 18 Uhr ließen auf einen mehr als guten Welsbestand schließen, brachten uns allerdings nur einen Fisch von 1,05 Meter. Am folgenden Mittag wurde der erste Beifang auf die Karpfenruten mittels U-Pose in ein zwölf Meter tiefes Loch gelegt und brachte nach einer Stunde einen schönen Walli von 1,64 Meter ans Band. Am dritten Tag movten wir zu unserem zweiten Platz wo wir weitere zwei Güstern auf Boilie fingen und diese abgespannt präsentierten. Dreißig Minuten später waren wir um zwei weitere Waller von je  ca. 1,35 Meter reicher und mal wieder ohne Köderfische. Die Beschaffung von Köfis war deutlich schwerer als der Fang mittelgroßer Welse.
Durch den starken Regen der letzten zwei Tage waren wir gezwungen, unseren Platz an einer Flussverengung aufzugeben und platzierten uns an einem breiteren Abschnitt mit Tiefen bis acht Meter. Nach dem Platzwechsel wurden erneut die Döbel an den Stromschnellen geäergert. Um zwei Köderfische reicher, durften wir endlich wieder die Welsrute auslegen. Fazit nach einer Stunde waren erneut zwei Welse von 1,59 Meter und 1,33 Meter. Parallel wurden an jedem Platz wahre Orgien von Karpfendrills veranstaltet, so dass wir mittlerweile über 45 Runs und 35 Fische auf der Habenseite hatten. Endlich hatten wir wieder das Glück und konnten einen weiteren Köderfisch auf Boilie fangen, welcher von einem Walli von 1,57 Meter Länge verhaftet wurde.
Nach vier weiteren Nächten movten wir zurück in die Nähe der Slipstelle, um die letzte Nacht in der Nähe des Autos verbringen zu können. In dieser Nacht konnten wir weitere fünf Runs auf den Karpfenruten verzeichnen und drei tolle Fische bis 12 Kilogramm fangen.
Das Ergebnis der Tour in „nackten Zahlen“: 44 Karpfen (drei über 15 Kilogramm) und 10 Waller (drei über 1,50 Meter) können wir als vollen Erfolg bezeichnen und wissen ganz sicher: „Wir kommen wieder! (inkl. Feederrute zur Versorgung der Bonusrute ;-) )“

Carsten Dörr